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Barschsoft Special

Barschsoft 1997
Genre: Denkspiel, Action
Sprache: Deutsch
Lizenz: Freeware
System: PC

Wertung:
?

Mr Creosote:
2/6
Gesamt:
2/6


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Test von Mr Creosote (veröffentlicht 2003-09-16, zuletzt verändert 2006-09-15):
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Die Zeit der Unschuld

Der erste zurückzuverfolgende Eintrag in das hier wiedergegebene Protokoll führt uns zurück ins Jahr 1997. Wie so häufig liegt die Psychose des Probanden begründet in seiner Kindheit. In diesem Fall hauptsächlich in stark nostalgisch verklärten Erinnerungen an die prägenden Produkte langer untergegangener Elektronikhersteller.
Sich selbst der Ironie der Wahl, seine Ersatzhandlungen mit Hilfe von Produkten Microsofts auszuleben, nicht bewusst, kommt es zu typischen Versuchen, zumindest für kurze Momente diese Zeit zurückzubringen. Entsprechend naiv muten auch die Resultate an.
Dices: Würfeln. Kann man genausogut (oder sogar besser) ohne Computer spielen.
Words: Eine Variante von "Galgenraten". Anders als beim Original kann man allerdings keine Buchstaben einzeln raten, die dann "ausgewertet" werden, sondern es wird immer sofort die Hälfte des Wortes angezeigt, und man muss nur die Leerstellen ausfüllen. Für jeden Fehlversuch kommt ein Teil des Galgens hinzu, im Erfolgsfall kommt das nächste Wort. Diese Vereinfachung zeigt die typische Gratwanderung zwischen dem Willen, alles genauso zu machen wie zu früherer Zeit erlebt, andererseits aber dem fehlenden Können, dieses tatsächlich erfolgreich umzusetzen.
Zahlenraten: Der Computer denkt sich eine Zahl aus, der Spieler hat ein paar wenige Versuche, diese zu raten. Das Konzept krankt an mangelnden Einstellmöglichkeiten bezüglich des Zahlenbereiches und der Anzahl der Versuche.


Das "Coming-Out"

Natürlich können solche Versuche niemals tatsächlich alles so machen wie gewünscht. Wie sämtliche Probanden zuvor reagierte auch dieses Testobjekt mit starker Frustration auf diese Einsicht. Diese Frustration schlägt meist schnell in Zynismus um. So auch im vorliegenden Fall.
Der Katalysator dieser übermäßigen negativen Gefühle nennt sich "Chorweiler-Shootin". Vorgeblich soll man auf einem Flughafen unvermittelt auftauchende Menschen erschießen. Unterschwellig ist natürlich sofort klar, dass es sich hierbei um eine Abrechnung mit der eigenen Kindheit und den eigenen verklärten Gefühlen handelt. Diese werden durch die zu tötenden Opfer repräsentiert. Die zusätzlich auftauchenden, aber nur unter Punktabzug zu erschießenden Schafe sind ein Symbol für die weiterhin vorhandenen restriktiven Werte im Unterbewusstsein des Probanden, derer er sich selbst nicht bewusst ist.


Schlussworte
Zwecks Analyse der Aussagen der Bildschirmtexte in "Chorweiler-Shootin" wurde das entsprechende Beweisstück an den Kollegen Freud weitergeleitet. Der Proband stellt sich für tiefergehende Fragen freiwillig zur Verfügung. Er ist erreichbar unter myheroin@lycos.de und über seine Homepage.



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