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3/6


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Test von Wandrell (veröffentlicht 2008-03-16, zuletzt verändert 2008-04-10):
Ein böser Magier hat die Götter des Königreichs gefangen genommen. Warum? Egal, man braucht halt einen Anlass, ihn zu töten, denn sonst werden wohl schlimmer Dinge passieren. Und nicht vergessen, alles, was sich bewegt, umzubringen.

Die Handlung ist also nicht gerade das, was man als tiefgründig bezeichnet. Sie ist nur ein Vorwand, um sich durch Dungeons vorzuarbeiten, und dort eine Hand voll Kristalle zu suchen, die ein Portal zum Bösewicht öffnen.

Ebenso kann auch das Spiel selbst nicht als großartig bezeichnet werden. Es hat immerhin einige guten Seiten: Die Engine macht einen soliden Eindruck (abgesehen von dem blöden Bug, der einem erlaubt, Schlüssel durch Türen fallen zu lassen), die Grafik sieht gut aus und es ist mehr oder weniger einfach zu spielen. Zumindest, solange man den Magieeinsatz beschränkt, denn ansonsten bedeutet das jede Menge Herumgeblättere im Zauberbuch.

Zum Glück laufen Kämpfe automatisch ab, so dass man währenddessen immer etwas Zeit hat, Einstellungen vorzunehmen. Man muss nur den Feuerknopf drücken, und schon hämmert man auf den Typen, der zufällig vor einem aufgetaucht, und offensichtlich böse ist, ein.

Hauptsächlich handelt es sich um ein Actionspiel, das allerdings als Rollenspiel vermarktet wird. Es beinhaltet tatsächlich ein paar Rollenspielaspekte, aber zu viel sollte man sich davon nicht versprechen (was heutzutage ja eigentlich üblich ist). Wie kann man den Spielablauf beeinflussen? Man kann anfangs vier Charaktere aus vier Gruppen wählen. Diese sind Kämpfer, Magier, Kampfmagier und Magiekämpfer. Mit schöneren Bezeichnungen natürlich, aber trotzdem läuft es immer darauf hinaus, dass sie um sich schlagen, Sprüche sprechen oder höchstens mal Fernwaffen einsetzen.

Vom Gedanken, den Handlungsverlauf zu beeinflussen, sollte man sich gleich verabschieden, es sei denn, man zählt die Shops aus irgendeinem Grund als Weg, das Spiel und die Charaktere zu entwickeln. Selbst die Reihenfolge der Dungeons ist vorgegeben. Ok, das mag sich später ändern, aber so lange habe ich nicht gespielt.

Immerhin sind einige Details nett, und nichts ist wirklich absolut schlecht. Zum Beispiel muss man immer nach Nahrung Ausschau halten, es gibt eine Automap-Funktion (sehr hilfreich) und die gute Grafik wurde bereits erwähnt. Das Spiel ist jedoch zu flach - schöne Fassade, kaum etwas dahinter.

Übersetzt von Mr Creosote

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