The Lost Vikings
Interplay 1993Genre: Action, Strategie
Sprache: English
Lizenz: Kommerziell
System: PC
Test von Gesh (veröffentlicht 18.01.2001, geändert 24.06.2007):
Während ich diesen Test schreibe, gehe ich davon aus, dass der Leser noch gar nichts über dieses Spiel weiß. Und zwar deshalb, weil jeder, der jemals "The Lost Vikings" gespielt hat, es niemals vergessen wird und weder Anleitung noch Beschreibung braucht, um wieder hineinzukommen.Vorweg, welche Sorte von Spiel ist "The Lost Vikings" (nachfolgend TLV genannt)? Einzuordnen unter den Puzzle/Plattformspielen ist es eines der Spiele, bei denen man die Welt von der Seite betrachtet und die scrollt, wenn man seine Charaktere bewegt. Auf den Screenshots wird dies deutlicher. Dann kommt das Rätsel-Element ins Spiel: Man läuft nicht nur einfach herum und killt Monster, springt und legt Schalter um (obwohl man das auch macht), sondern man muss auch das Hirn anschalten, um ein Level zu meistern.
Im Unterschied zu ähnlichen Spielen steuert man in TLV 3 Figuren: Die Wikinger Erik, Olaf und Baleog. Jeder verfügt über unterschiedliche Fähigkeiten und ist wichtig (und notwendig) für den Abschluss eines jeden Levels. Das Ziel ist einfach und stets dasselbe: Bringe alle 3 Wikinger zur mit "EXIT" markierten Zone. Falls einer stirbt, muss man das Level nochmal beginnen. Jeweils am Levelanfang erhält man einen vierstelligen Code, so dass man da weitermachen kann, wo man aufgehört hat.
Die Fähigkeiten der Wikinger unterscheiden sich ziemlich stark und nur indem man alle 3 in Einklang bringt, wird man in der Lage sein, das Level zu beenden. Man steuert immer nur jeweils einen und wechselt mit der Ctrl-Taste. Erik kann springen und Mauern zertrümmern. Er kann auch etwas schneller gehen als die anderen. Olaf trägt ein Schild, das man auf dreierlei Weise verwenden kann: Als Schutz (von vorne und oben), als Fallschirm (!) und als Plattform für Erik, damit er noch höher springen kann. Baleog hat ein Schwert und Pfeil und Bogen. Außer kämpfen kann er damit auch Pfeile auf lose Gegenstände schießen, um sie zum Fallen zu bringen, oder auch aus der Distanz Knöpfe "drücken". Man muss immer herausfinden, was man in der jeweiligen Situation machen muss, z.B. mit Olaf einen Gegner blocken, während man ihn mit Baleog bekämpft.
Die Steuerung ist einfach - man benützt lediglich "Ctrl", "S", "D", "F" und die Pfeiltasten, um die Wikinger zu lenken (es gibt noch weitere Tasten, die später erläutert werden).
Erik: Drücke "F" um aus dem Stand oder Gehen zu springen. Drücke und halte "D" und er fängt an, mit dem Kopf voran loszuflitzen und wenn er eine "brechbare" Barriere oder Mauer trifft, fällt diese zusammen und macht so den Weg frei bzw. enthüllt einen geheimen Raum. Er kann auch auf Olafs Schild steigen und somit höher als normal springen.
Olaf: Der Typ mit dem Schild. "D" und "F" bewirken d
asselbe - das Umschalten zwischen den beiden Schildpositionen (vorne und oben). Mit dem Schild vorne sind er und alle hinter ihm sicher vor Projektilen und Monsterangriffen aus dieser Richtung. Mit dem Schild über sich kann er im Fallen "gleiten", sich und andere vor von oben kommenden Dingen schützen (aber nicht vor allen!) und er kann auch Erik helfen, höher zu springen.
Baleog: Mit "F" schwingt er das Schwert und mit "D" feuert er einen Pfeil ab (er hat unendlich viele davon).
Mit "S" drückt man einen Knopf, wenn man daneben steht, aktiviert einen Teleporter oder spricht manchmal mit einer anderen Kreatur.
Andere Tasten: Mit "E" benutzt man den gerade gewählten Gegenstand (und schließt Türen auf, wenn man den richtigen Schlüssel parat hat), "Tab" ruft das Gegenstandswahlmenü auf, in dem man mit "F" in das Gegenstandstransfermenü kommt (nochmal drücken, um zum Spiel zurückzukehren, Pfeiltasten um den Gegenstand einem anderen Wikinger in der Nähe zu geben oder ihn wegzuwerfen), "Esc" ermöglicht das Aufgeben des Levels und "Alt-X" das Beenden des Spiels.
Es gibt einige Gegenstände im Spiel, die man sammeln und benutzen kann, aber sie sind relativ eindeutig und somit kann jeder selber herausfinden, welche das sind.
Die Grafiken sind wundervoll. Nicht "Quake-III-Arena"-wundervoll, aber man merkt, dass jemand eine Menge Zeit darauf verwendet hat, das Spiel aufzumöbeln. Und zum Zeitpunkt des Erscheinens des Spiels waren sie exzellent. Die Musik ist nicht außergewöhnlich, aber gut. Ich höre beim Spielen lieber ihr zu als Britney Spears. Andererseits wäre ich lieber taub als Britney zuzuhören.
Alles in allem ein großartiges Spiel. Gut ausbalanciert, die Rätsel sind interessant, aber nicht frustrierend und es gibt genug Action. Zugreifen, solange der Vorrat reicht!
Übersetzt von Adhoc
Diese Seite wurde 16118-mal angesehen.
««« Zurück zur Liste
© 2000 - 2008 The Good Old Days (das Urheberrecht der Texte liegt bei den jeweiligen Autoren)
