The Good Old Days

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Deathbringer: The Sword of Abaddon

Empire 1991
Genre: Action
Sprache: English
Lizenz: Kommerziell
System: Amiga
Wertung: ?
Mr Creosote:
0/6
Gesamt:
0/6

Test von Mr Creosote (veröffentlicht 06.02.2008):
Im konventionellen Genre der Hack'n'Slash-Spiele gibt es nur wenige Wege, das eigene Spiel aus der Masse herauszuheben. Deathbringer versucht sich tatsächlich daran, etwas Innovation hineinzubringen.

Der Spieler übernimmt die Rolle eines muskelbepackten Barbaren, der mit einem übergroßen Schwert bewaffnet ist, und dieses benutzt, um sich durch Horden hässlicher Monster (oder auch einfach alles, was sich auf dem Bildschirm bewegt) zu hacken. Soweit, so wenig innovativ. Das Schwert hat sogar einen Namen und führt ein Eigenleben (denn eigentlich handelt es sich um einen Zauberer, der sich selbst in ein Schwert verwandelt hat, doch über diesen Sachverhalt sollte man wohl lieber den Mantel des Schweigens hüllen...). Die Besonderheit daran: Das Schwert fordert, mit Blut "gefüttert" zu werden. Also muss man dauernd töten, denn bleibt die Klinge zu lange trocken, fängt sie an, dem Spieler die Lebensenergie zu entziehen. Wirklich gute Idee.

Daneben fällt außerdem noch das hervorragende Parallaxscrolling sofort ins Auge. Laut offizieller Werbeverlautbarung werden 36 völlig unabhängig voneinander scrollende Hintergrundebenen dargestellt, und dies ist angesichsts des atemberaubend perspektivischen Eindrucks mehr als glaubwürdig. Auch die Spriteanimation kann auf diesem hohen Niveau mithalten.

Trotz all dem ist Deathbringer ein schreckliches Spiel. Auf die Steuerung reagiert es im Vergleich zum Grafikverlauf dermaßen langsam, dass man meist durch die Gegner hindurch läuft, weil der Sprite einfach nicht rechtzeitig anhält. Das ist erstens schonmal grundsätzlich albern (wie soll das gehen?), und ist spielerisch fatal, denn ohne Kämpfe... na ja, was dann passiert, wurde ja bereits gesagt. Selbst wenn man dann endlich anhält und zurückläuft, steht man wieder vor dem selben Problem des Anhaltens, nur eben diesmal aus der anderen Richtung. Da kann auch die Kunst der Regelungstechnik nichts mehr helfen.

Zwischen den Levelabschnitten trifft man auf Endgegner, die wiederum toll aussehen, aber spielerisch bekommt man weiterhin nur Schrott vorgesetzt. Simplistische Ausweichspielchen, die unfairst schwierig sind? Nein, danke. Deathbringer ist kein Spiel, sondern eine Grafikdemo. Eine sehr gute Grafikdemo, aber mit dem vielleicht schlechtesten Spielkonzept aller Zeiten.

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