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Der Game Boy wurde zunächst 1989 von der Firma Nintendo in Japan veröffentlicht. Obwohl seine technischen Fähigkeiten unter denen der anderen erhätlichen "Handhelds" (vor allem Game Gear von Sega und Lynx von Atari) lag, entwickelte sich das System bald zu dem erfolgreichsten seiner Gattung. Ein winziges scharz-weiß Display von ganzen 160 x 144 Pixeln, angetrieben von einem 8 Bit-Prozesser und 8 Kilobyte RAM reichte aus, um den vorher kaum gewinnträchtigen Markt der tragbaren Konsolen zum "Flaggschiff" eines Konzerns zu machen. Auch die Bildqualität war nicht die Beste, denn es gehörte schon einiges Geschick dazu, den Kontrast und den Blickwinkel vernünftig zu justieren. Ein eingebauter Lautsprecher lieferte den dazugehörigen dudelnden Mono-Sound, und mittels eines Steuerkreuzes nebst zwei Tasten übernahm man die Steuerung.

Bald gab es zahlreiche Zusatzgeräte für den Game Boy: Eine "Lupe" mit Beleuchtung für das heimliche Spielen im Dunkeln, eine Hartplastikhülle mit einer Art Steurkünppel, externe Lautsprecher, ein Link-Kabel für Mehrspieler-Partien sowie diverse Tragetaschen. Ein völliger Flop war hingegen der Virtual Boy, ein peinlicher Helm zum Blamieren unterwegs.

Schließlich kamen handlichere Modelle mit farbigem Gehäuse auf den Markt, welche bald vom Game Boy Color abgelöst wurden, der nun erstmalig ein farbiges Display bot. Im Jahr 2001 folgte der an einer optischen Komplettüberholung sowie einer verbesserten Hardwareleistung erkennbare Game Boy Advance.

Insgesamt wurden mehr als 500 Spiele für den Game Boy produziert, unter denen sich viele Klassiker finden. Obwohl er weiter existiert, durchlebte der Game Boy seine erfolgreichste Phase in seinem Urzustand und wird höchstwahrscheinlich auch nicht mehr in diesem Unfang daran anknüpfen können.

Tapuak