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Fragen & Antworten: MS-DOS

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Diese Seite beschreibt grundlegenden Konzepte von System- und Speicherkonfiguration unter MS-DOS. Für Windows 9x funktioniert all dies genauso. Alle Abkömmlinge von Windows NT könnten anders funktionieren.

In den Beispielen gehe ich davon aus, dass C: die Bootfestplatte und Windows das einzige Betriebssystem, also kein separates DOS installiert ist. Falls das nicht zutreffen sollte, bitte einfach die entsprechenden Angaben austauschen.

WARNUNG: VOR DEM ÄNDERN DER SYSTEMDATEIEN DIESE KOPIEREN. VERÄNDERUNG AUF EIGENE GEFAHR!

1. UND WICHTIGESTER TIPP: DOS-SPIELE UNTER DOS SPIELEN

Die Meisten benutzen im Allgemeinen MS-Windows. Trotzdem sollte man sich für die guten alten Spiele die Mühe machen, den sogenannten "DOS-Modus" vernünftig zu konfigurieren. Selbst wenn ein Spiel unter Windows zur Abwechslung mal nicht abstürzt (soll es ja auch geben), gibt es immer noch Probleme, zumindest mit dem Sound.

2. DIE CONFIG.SYS

Niemand kann eine allgemeingültige Config.sys schreiben, da hier die auf den jeweiligen Computer zugeschnittenen Treiber geladen werden. Es gibt aber ein paar allgemeine Regeln, die jeder kennen sollte. Faustregel: große Treiber zuerst laden.

2.1 ERWEITERUNGSSPEICHER

Hiermit ist alles RAM über der Grenze von 1MB. DOS kann auf diesen Bereich nicht direkt zugreifen. Deshalb wurden verschiedene Methoden entwickelt, diesen Speicher trotzdem nutzbar zu machen.

2.1.1 EMS

EMS steht für "Expanded Memory". Besonders ältere Spiele benutzen diese Speicherart. Es kann von verschiedenen Speichermanagern emuliert werden. Für das bei DOS mitgelieferte EMM386 lautet der Aufruf:
DEVICEHIGH=C:\WINDOWS\EMM386.EXE RAM
Eine weitere Option ist es, die Größe des EMS-Speichers festzulegen. Wenn man also z.B. nur 1 MB braucht, gibt man diesen Betrag einfach in Kilobytes an:
DEVICEHIGH=C:\WINDOWS\EMM386.EXE RAM 1024

2.1.2 XMS

XMS heißt "Extended Memory" und ist "neuer" als EMS. Es wird mit einem Speichermanger wie HIMEM.SYS aktiviert.
DEVICE=C:\WINDOWS\HIMEM.SYS
Wenn man zusätzlich noch EMM386 laden will lautet der Eintrag wie folgt:
DEVICEHIGH=C:\WINDOWS\EMM386.EXE NOEMS

2.1.3 DOS-EXTENDER

DOS-Extender sind die "modernste" Methode, um an den Speicher zu kommen. Der gebräuchliste ist DOS4GW. Wenn ein Spiel solch einen benutzt sollte es eigentlich keine Probleme geben.

2.2 BASISSPEICHER

Auch "DOS-Speicher" oder "unterer Speicherbereich" genannt. Gemeint sind die ersten 640 KB des RAMs. DOS läuft in diesem Teil. Wegen dieser Unterteilung kann es sein, dass obwohl man insgesamt 128 MB hat, ein Spiel zuwenig Speicher meldet. Das Problem ist, dass auch alle residenten Treiber hier abgelegt werden. Deswegen hat man nie die gesamten 640 KB zur Verfügung.

2.2.1 HOCHLADEN

Um trotzdem möglichst viel davon freizubekommen, sollte man versuchen, möglichst viele Treiber "hochzuladen". Dazu müssen DOS weitere Speicherbereich zugewiesen werden. Es bietet sich der Bereich zwischen 640 KB und 1 MB an, der mehr oder weniger ungenutzt ist. Mit
DOS=HIGH,UMB
ordnet man zwei Unterbereiche DOS zu. Bei manchen Konfigurationen sollte man auf UMB verzichten, aber HIGH ist auf jeden Fall empfehlenswert. Nach dieser Zeile sollten alle Befehle, die mit DEVICE beginnen in DEVICEHIGH umgewandelt werden.

2.2.2 FILES, BUFFERS UND LASTDRIVE

Files und Buffer werden von verschiedenen Programmen in unterschiedlicher Menge benötigt. Man kann beide Werte reduzieren, um Speicher zu sparen.
FILES=40
BUFFERS=5
sind z.B. eher platzsparende Einstellungen. Mit diesen Werten kann gefahrlos experimentiert werden. Noch einfacher ist LASTDRIVE. Fast jeder sollte wissen, was sein letzter Laufwerksbuchstabe ist. Dieser wird angegeben:
LASTDRIVE=E
Wenn man später ein weiteres Laufwerk einbaut, muss dieser Wert natürlich entsprechend verändert werden.

2.3 EIN BEISPIEL

Hier nun ein Beispiel für eine Config.sys ohne große Finessen. BITTE NICHT ABTIPPEN!
DEVICE=C:\WINDOWS\HIMEM.SYS
LASTDRIVE=E
FILES=80
BUFFERS=10
DOS=HIGH,UMB
DEVICEHIGH=EMM386.EXE RAM
DEVICEHIGH=C:\SB64\DRV\CTSB16.SYS /UNIT=0 /WIN95 /BLASTER=A:220 I:5 D:1 H:5    (meine
Soundkarte)
DEVICEHIGH=C:\SB64\DRV\CTMMSYS.SYS   (wieder Sound)
DEVICEHIGH=C:\WINDOWS\COMMAND\VIDE-CDD.SYS /D:IBMCD001    (CD-ROM)
DEVICEHIGH=C:\WINDOWS\COMMAND\DISPLAY.SYS CON=(EGA,,1)    (Grafik)
COUNTRY=049,850,C:\WINDOWS\COMMAND\COUNTRY.SYS   (Ländereinstellung)

3. DIE AUTOEXEC.BAT

In der Autoexec.bat trägt man Befehle ein, die auch am DOS-Prompt benutzt werden können. Es gelten ähnlich Regeln wie bei der Config.sys.

3.1 HOCHLADEN

Vor jedem Aufruf eines Befehls (bat, exe oder com) sollte "lh" stehen.
lh treiber.exe

3.2 WICHTIGE ZEILEN

Ein paar Aufrufe sind fast unerlässlich, oder machen zumindest das Leben leichter.
SET BLASTER=A220 I5 D1
konfiguriert die Soundkarte auf Hex-Adresse 220, Interrupt 5 und DMA 1 (Für andere Beispiele entsprechend verändern).
SET PATH=C:\DOS;C:\WINDOWS;C:\WINDOWS\COMMAND;C:\
Alle nicht direkt im aktuellen Verzeichnis ausführbaren Befehle werden in diesen Verzeichnissen gesucht.
LH DOSKEY
aktiviert ein nützliches Programm, damit man nicht immer alles nochmal tippen muss. Einfach nach einmaligem Bestätigen Cursortaste nach oben benutzen.
LH C:\MOUSE\MOUSE.COM
lädt den für die meisten Spiele nötigen Maustreiber (Beispiel; anderes Verzeichnis/Name möglich).

4. BRAUCHT MAN ALLE TREIBER?

Die meisten alten Spiele benötigen z.B. kein CD-ROM. Also kann man den Treiber in der Config.sys und MSCDEX in der Autoexec.bat deaktivieren. Auch ist häufig keine Soundkarte nötig. Netzwerktreiber sind nur unnötiger Ballast. Natürlich müssen diese Änderungen später unter Umständen wieder rückgängig gemacht werden. Deshalb sollte man nicht gleich die ganzen Zeilen löschen, sondern sie nur mit REM als Anmerkung kennzeichnen.
REM DEVICEHIGH=...
REM LH ...

5. ÜBERLAUFFEHLER/OVERFLOW/DIVIDE ERROR

All diese Fehlermeldungen weisen darauf hin, dass der Computer zu schnell für das Programm ist. Lösung: Bremsprogramme (siehe Anwendungen) oder Hardwarebremsung durch abschalten von Cache im BIOS (je nach BIOS verschieden).

6. FÜR FORTGESCHRITTENE

6.1 BOOTDISK

Wenn man häufig verschiedene Konfigurationen z.B. für den Erweiterungsspeicher braucht, gibt es natürlich die Möglichkeit einer Bootdisk. In diesem Fall stellt man die Bootreihenfolge im BIOS auf A,C. Anschließend formatiert man eine Diskette mit
format a: /s
Die nötigen Systemdateien werden automatisch übertragen. Nun verändert man die Config.sys und die Autoexec.bat auf der Diskette und startet den Computer mit eingelegter Diskette neu.

6.2 VARIABLE STARTDATEIEN

Noch etwas schwieriger, aber auf lange Sicht weniger aufwendig, ist die Möglichkeit der variablen Startdateien. Bei dieser Methode wird beim Booten ein Menü angezeigt, aus dem man die gewünschte Option einfach auswählt. Das ist allerdings erst ab MS-DOS 6.0 möglich.

6.2.1 CONFIG.SYS

Am Anfang einer variablen Config.sys steht eine Liste der Menüpunkte:
[MENU]
MENUITEM=Name, Beschreibung
MENUITEM=Name2, Beschreibung2
...
MENUDEFAULT=Name, Zeit
"Name" ist die in den Startdateien verwandte Bezeichnung, "Beschreibung" das, was nachher auf dem Bildschirm erscheint. "MENUDEFAULT" ist die Option, die automatisch aufgerufen wird, wenn in der in "Zeit" angegebenen Sekundenzahl keine Eingabe erfolgt.

Darauf folgt ein Abschnitt, in dem allgemeine Befehle stehen, die immer abgehandelt werden:
[COMMON]
DEVICE=C:\WINDOWS\HIMEM.SYS
LASTDRIVE=E
...
Dann kommen die einzelnen oben definierten Menüpunkte:
[Name]
...
[Name2]
...

6.2.2 AUTOEXEC.BAT

Die Programmierung der Autoexec.bat ist etwas primitiver. Als erstes kommen allgemeine Befehle, ähnlich dem [COMMON] der Config.sys. Dann folgt der Befehl
GOTO %CONFIG%
Hiermit werden die Namen der Config.sys-Optionen abgefragt. Es folgen die Optionen, die den gleichen Namen haben müssen, und noch ein Abschnitt, der auf jeden Fall abgearbeitet wird (EXIT).
:Name
...
:Name2
...
:EXIT
...

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