Fragen & Antworten: CD-Images

Auch, wenn einige Besucher die Spiele "einfach nur spielen" möchten, und wir diesem Wunsch damit entgegenkommen, vorinstallierte Versionen vieler Spiele anzubieten, bevorzugen viele Sammler doch das originale Format. Das sind sogenannte "Images" der originalen Datenträger, also entweder der Disketten oder der CDs.

Für solche Abbilder gibt es zahlreiche Formate. Leider sind viele dieser nur von bestimmten Firmen für ihre eigenen Programme erfunden, und nicht offen dokumentiert worden. Meist können solche Formate dann nur mit dem zugehörigen (häufig kostenpflichtigen) Programm wieder gelesen werden. Spiele, die so verbreitet werden, sind deshalb vielen Benutzern überhaupt nicht zugänglich und nicht allgemein nutzbar. Aus diesem Grund benutzen wir ausschließlich Formate, die mit offen verfügbaren Programmen, die für alle gängigen Betriebssysteme verfügbar sind. Keinesfalls sollten andere Formate benutzt werden, wie z.B. NRG (Nero), CCD (Clone CD) oder MDF.

CD-Images

ISO-9660

Dieses Format ist - wie der Name schon sagt - ein internationaler Standard und wird vom praktisch jedem Programm beherrscht. Es ist prinzipiell immer vorzuziehen, wenn es sich um eine CD mit nur einem Track handelt (was bei den meisten Spielen der Fall ist).

Um herauszufinden, wie viele Tracks eine CD hat, können diverse Brennprogramme benutzt werden. Hier Beispiele für cdrecord und cdrdao:
cdrecord -toc
cdrdao disk-info
Viele grafische Brennprogramme können natürlich die Trackinformation ebenfalls anzeigen.

ISO-Dateien können mit unzähligen Programmen erstellt werden. Die folgenden Beispiele zeigen das Kommandozeilentool dd, das bei jedem Unix-artigen System dabei ist (MS-Windows-Version hier: http://www.chrysocome.net/dd).
dd if=/dev/cdrom of=cd.iso
dd if=\\.\d: of=c:\cd.iso
Grafische Brennprogramme benutzen normalerweise eine Formulierung wie "Abbild erstellen". Anschließend muss das ISO-Format ausgewählt werden. Für MS-Windows ist z.B. das kostenlose CDBurnerXP einen Versuch wert.

Heruntergeladene ISO-Images können benutzt werden, indem sie entweder "gemountet" oder auf eine CD gebrannt werden. Mounten bedeutet, dass das Abbild als "virtuelles Laufwerk" ins Dateisystem eingebunden wird. Beispiel:
mount -o loop cd.iso /mnt/temp
Unter MS-Windows sind zusätzliche Tools (z.B. Daemon Tools) notwendig, um den gleichen Effekt zu erreichen. Gebrannt werden können ISO-Abbilder mit einem beliebigen Brennprogramm.

BIN / CUE

Besteht eine CD aus mehreren Tracks (bei Spielen üblicherweise ein Datentrack und darüber hinaus diverse Audiotracks), ist dieses Format vorzuziehen. Es besteht aus einem Image selbst (BIN) und einer Textdatei, die die Art und die Grenzen der Tracks beschreibt (CUE). Die Programmunterstützung dieses Formats ist zwar nicht perfekt, aber immerhin sehr hoch. Manchmal findet man auch die Bezeichnungen RAW / CUE oder BIN / TOC - diese folgen prinzipiell jedoch der gleichen Idee und sind somit austauschbar.

Die Erstellung solcher Abbilder geht leider nicht mit dem ansonsten üblichen dd-Tool. Sehr viele Brennprogramme bieten jedoch eine Option hierfür (z.B. "Abbild erstellen" - "Format" - "BIN/CUE").

Gemountet werden können die Abbilder unter MS-Windows wiederum mit Daemon Tools, unter Unix mit CDEmu. Einfacher ist in diesem Fall jedoch meist das direkte Brennen auf eine CD.

Hört man nach dem Brennen anstatt von Musik nur Rauschen, handelt es sich wahrscheinlich um ein Problem mit der Bytereihenfolge. In cdrdao sollte man beispielsweise Folgendes versuchen:
cdrdao --driver generic-mmc:0x20000

Disketten-Images

Diesem Thema ist eine eigene FAQ gewidmet.