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UFO - Übersetzung

Posted at 15:40 on July 9th, 2008 | Quote | Edit | Delete
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Bachelor Gumby
Posts: 57
Es gibt zwar schon eine deutsche Rezension, aber ich habe mal Wadrells Text auch noch übersetzt. Das Spiel ist einer meiner Alltime-Favoriten und verdient es daher ;)




Auch bekannt als X-Com: UFO Defense. In diesem Spiel kommt dem Spieler die Aufgabe zu, eine spezielle Kampfeinheit gegen überlegene ausserirdische Invasoren ins Feld zu führen. Von Luft- und Bodenkampf bis hin zu Forschung und Entwicklung, in diesem Krieg hat man die Kontrolle über einfach alles.

Dreh- und Angelpunkt sind die versteckten Basen. Sie sind das Zentrum jeder Aktivität, wo auch Installationen wie Radars, Lager, Laboratorien, Werkstätten oder Hangars errichtet werden. Ausserdem sind hier die Forschungs-, Entwicklungs- und Kampfeinheiten stationiert, die darauf warten, dass ein UFO nah genug an der Basis vorbeifliegt, um entdeckt zu werden. Sowie dies geschieht, werden zunächst ein Abfangjäger und danach ein Truppentransporter ausgesandt, um es zu jagen.

Die Jäger, allein oder in Schwadron, werden sich an das UFO hängen und versuchen, es abzuschiessen. Wenn dies geschieht, oder wenn das UFO freiwillig landet, kann eine Kampfeinheit abgesetzt werden, die die Ausserirdischen eliminiert und alles birgt, was beim Absturz übriggeblieben ist.

Die Soldaten kämpfen in einem rundenbasierten System, welches als einer der wichtigsten Aspekte des Spiels sehr gut ausgearbeitet ist. Jeder Soldat ist anders, da jeder über ein individuelles Set an Attributen verfügt, zu welchen unter anderem ihre Aktionspunkte (diese können auch übriggelassen werden, um in der gegnerischen Phase Gegenangriffe zu starten), Lebenspunkte (und auch die Resistenz dagegen, bewusstlos zu werden), das Gewicht das sie tragen können oder ihre Zielfähigkeit zählen.Ein wichtiger Punkt ist die Moral, welche sinkt, wenn die Soldat verwundet wird oder wenn einer seiner Kameraden stirbt. Wenn ein Soldat demoralisiert ist, kann das schlimme Folgen haben.

Nach Ende der Kampfhandlungen werden alle überlebenden Soldaten ggf. befördert, bekommen Aufwertungen ihrer Attribute in Abhängigkeit von der eingesetzten Ausrüstung und bringen die Beute zur Basis. Da die Startausrüstung nicht sonderlich effektiv gegen die sehr fortschrittlichen Ausserirdischen ist (zunächst verfügt man nur über normale Feuerwaffen und sogar die Schweren Geschütze und Panzer machen keinen grossen Unterschied) ist diese Beute elementar, um neue Technologien zu erforschen.

Fortgeschrittene Fluggeräte, ausserirdische Werkzeuge, Psi-Technologie, ausserirdische Biologie und sogar ihre Gesellschaft und ihre Motivation werden durch die wissenschaftlichen Studien ihrer Artefakte, Leichen und Gefangenen erforscht, die in die Basis gebracht werden. Das alles wird in der sogenannten UFOPaedie gespeichert, wo man es jederzeit einsehen kann und ausserdem an die Techniker geschickt, die viel von diesem gewonnenen Wissen in Form von neuen Waffen und Werkzeugen umsetzen: Plasmawaffen, ferngesteuerte Raketen, neue Rüstungen und sogar Psi-Technologie, all dies wird notwendig sein, diesen Krieg zu gewinnen.

Die anderen Akteure des Krieges, die Ausserirdischen, werden sich derweil natürlich nicht einfach zurücklehnen und zuschauen, während man fortschreitet und sie zurückschlägt. Sie reagieren auf die Aktionen des Spielers und haben ihre eigenen erkennbaren Taktiken, die man mit dem richtigen Auge dafür auch grob vorausahnen kann. Ein einzelnes grosses Schiff, das das Land erkundet sucht vermutlich nach einer Stadt, wo ein Terrorangriff gestartet werden kann, ein Kundschafter, der ein Gebiet mit hoher X-Com-Aktivität scannt, sucht vermutlich Basen, wo man später Vergeltungsschläge führen kann, eine Flotte UFOs, die im selben Gebiet landet, könnte eine Basis bauen (die dann mit Hilfe von Patrollien gefunden werden kann) und grosse, eskortierte Schiffe könnten versuchen, die Regierung eines Landes zu infiltrieren.

Im fortschreitenden Spiel werden solche und andere Taktiken gebräuchlicher und die Bedrohung durch die Ausserirdischen variiert, da nicht immer dieselbe Spezies angreift. Von den grauen Sektoiden mit ihren mentalen Fähigkeiten bis hin zu den Schlangenmenschen und ihren schwer gepanzerten Biowaffen, den Chryssaliden. Man kämpft gegen eine geheimnisvolle Bedrohung mit eigener Organisation, in der die Gegner nicht einfach nur Soldaten, sondern auch Piloten oder Biologen sein können, die entsprechend anders auf die Aktivitäten der Kampfgruppe reagieren.

Als kleine Randbemerkung sei die scheinbar weniger bekannte Tatsache erwähnt, dass die grundlegenden Prinzipien des Spiels auf einer alten englischen Serie von 1969 namens „UFO“ basieren. Diese wurde geschaffen von Gerry Anderson, dem Mann, der im gleichen Jahrzehnt die Puppenserie „The Thunderbirds“ drehte.
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...for beauty is always cruel
Posted at 18:45 on July 9th, 2008 | Quote | Edit | Delete
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Admin
Reborn Gumby
Posts: 8541
Tja... ich bin damit dann wohl überflüssig geworden ;) Habe nicht den kleinsten Verbesserungsvorschlag - ich halte das für eine hervorragende Übersetzung! Liest sich sogar besser, als das Original, da streckenweise klarer und aussagekräftiger formuliert. Vielen Dank!
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Now you see the violence inherent in the system!
Posted at 09:18 on July 10th, 2008 | Quote | Edit | Delete
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Bachelor Gumby
Posts: 57
Du verstehst es, Mitarbeiter zu motivieren ;)
Ein paar Übersetzungen hab ich noch in Planung, danach wollte ich mich mal selbst an eine Rezension wagen... Oder meine zweifelhaft ernstzunehmende Legend-Rezension überarbeiten ;)
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...for beauty is always cruel
Posted at 11:07 on July 10th, 2008 | Quote | Edit | Delete
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Admin
Reborn Gumby
Posts: 8541
Wonach immer dir der Sinn steht - ist alles willkommen.

Bei den Übersetzungen habe ich letztens mal nachgezählt: Seit ich versucht habe, das systematisch zu verfolgen / bewerben, ist die Anzahl der rein englischen Texte auf der Seite immerhin nicht gestiegen... aber andererseits eben auch nicht gefallen. "Wir" (und damit meine ich die Gesamtheit derjenigen, die zu den Übersetzungen beigetragen haben) schaffen es also ziemlich genau, so viele alte Artikel zu übersetzen, wie neue unübersetzte hinzukommen.

Was das Überarbeiten alter Artikel angeht... das hab ich mir auch schon zig-mal vorgenommen (einige alte sind doch inhaltlich recht dünn und auch stilistisch schlecht geschrieben), aber irgendwie wird das dann doch nie was. So schlecht sind sie dann jeweils auch nicht, und es gibt kaum etwas Blöderes, als über etwas bereits Abgedecktes nochmal zu schreiben ;)
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