Schwert und Magie 4: Die Burg des Magiers
for C64

SchwertUndMagie1.jpg
Mr Creosote:
Company: German Design Group
Year: 1990
Genre: RPG
Theme: Fighting / Sword & Sorcery
Language: Deutsch
Licence: Commercial
Views: 6861
Review by Mr Creosote (2018-08-11)
Avatar

Just by flipping the floppy disk, we've been magically transported from the pirate coast back to generic sword & sorcery waters. Back to right where the very first part of the series left off: that story's bad guy has kidnapped the familiar princess and keeps her prisoner on his castle. The king can't just send his army, as that would cause a major diplomatic crisis with the already not too friendly neighbour. So our adventurer has to take things into his own hands again.

Part 4 balances this very generic plot out with some quality gameplay contents. Game length has been increased and once entering the castle, it even becomes somewhat non-linear. Which prior parts had also pretended to be, but eventually, it all boiled down to exhausting all options until hitting the one which progressed the plot. This castle, on the other hand, actually allows for different paths and strategies: will you barge in, sword drawn, as usual, or will you try to trick the inhabitants? Each method providing slightly different information. It further helps that the game features a good number of characters. Probably, motivation will even remain sufficiently high to give it a second run after finishing.

The plot originating from an already trodden earlier episode is both boon and bane. In theory, it's not a bad idea to try and build a certain continuity between episodes, but then, the game doesn't reflect this in its gameplay at all. Regardless of whether the player reactivates a veteran character or generates a new one, the game will spit out identical texts, which tell of already finished adventures or have the baddie mention that he immediately recognized the hero, for example. Which couldn't possibly the case if the player character is a new one. The way it is, it transports the feeling of cheap product placement ("Buy these other series installments!").

Regardless, Die Burg des Magiers is the series highlight so far (not just due to a certain blonde singer making a guest appearance)! It being bundled on the same disk as the rather weak Piratenhaus was probably not quite accidental: buying this disk would have still been worth it overall, even if one of the adventures hadn't been that satisfying.

Comments (1) [Post comment]

Herr M. (2018-09-27):

Nachdem Teil 3 ja gerade mal ein Häppchen von einem Spiel war, habe ich mich gleich an den vierten Teil gemacht:

Im Großen und Ganzen sticht hier vor allem das Generische (wird ja auch richtig im Review erwähnt) und langsam einsetztende Routine ins Auge. Man klappert Räume ab, kämpft gegen Monster, sammelt Gegenstände ein usw. Ganz genregerecht.

Die Kämpfe scheinen mir noch trivialer als im Vorgänger, und die Geschicklichkeits-Handschuhe, die ich schon recht früh gefunden habe, machten dann das Schleichen auch trivial (ich habe mich dann sogar gefreut, als ich dann endlich mal die Hunde geweckt habe… leider war das nicht ganz so daramatische wie ich gedacht hatte).

Was ich wirklich am lustigsten finde ist, dass man sich hier mit echten Trivialitäten aufhält, wo man doch schon den Teufel höchst selbst eins auf die Nase gegeben hat. Da kann selbst die Medusa kaum was rausreissen, die ja schon sowas von ein alter Hut ist, dass es vielleicht noch zwei, drei Spieler auf der Welt gibt, die bei dem Namen nicht nach Spiegeln zu suchen beginnen. Und ja, um dem Spiel eine Antwort auf eine vielleicht rethorische Frage zu geben, ich hätte die Prinzessin gewarnt, oder es gar nicht erst so weit kommen lassen, indem ich das Haupt der Medusa nicht einfach so offen rumliegen hätte lassen! Aber das sei mal verziehen…

Positiv zu erwähnen ist, dass mit der Routine allerdings auch ein wenig eine Verfeinerung der Spielmenchanik einsetzt. Durch das Schlos schleichen ist nicht mehr ganz so hölzern wie durch den Wald im ersten Teil, oder so unnütz wie der Eingangsbereich im Tempel im zweiten Teil.

Eine Szene die ich eigentlich recht gut fand, die in ähnliche Art im ersten Teil noch plumper war, war die Entscheidung mit dem Troll. Schade nur, dass die Lösung dann doch wohl ein wenig zu sehr mit dem Zaunpfahl winkte.

Auch die Elementare waren ganz lustig, und der Kampf gegen den Wasserlementar vielleicht der beste in der ganzen Serie bisher, weil man dabei zum ersten mal echt was entscheiden durfte!

Was gab's für Highlights?

  • Der König heuert "private, jungen Burschen" an um einen Auftrag im verfeindeten Nachbarkönigreich zu erledigen. So Abenteuerhallodris sind schon echte Freelancer.
  • "Vollsaufen und einknacken!" Ich habe keine Ahnung was zweiteres ist (tippe mal auf schlafen) aber ich mag den Klang und den saloppen Tonfall sowieso. Für mich auch Stellvertreter für alle Wachen: Selten zu sehen, häufig inkompetent.
  • Die Mund-zu-Mund Widerbelebung mit der Prinzessin war ja mal auch wieder eine wunderbar naive Lösung. Wenn das so einfach war hätte Perseus ja wohl eher keinen Spiegelschild sondern ein paar Maiden/Knaben mitgenommen.
  • "Ja, ja, ja so blau blau blau blüht der Enzian!" Ich muss zu meiner Schande (?) gestehen, das Lied als Kind eigentlich ganz lustig gefunden zu haben. Auch heute verstehe ich nicht, wie man da einen Vitalitätsverlust erleiden kann. :)
  • Tja. und der Schluss: Schon blöd, wenn man als Dämonentöter und Prinzessinenretter immer noch von niederen Stand ist. Aber was ein echter Held ist, der holt sich was er verdient auch auf weniger legale Weise. Oder ich interpretiere die "heißen Nächte" falsch, und es war halt nur gerade Sommer. :P

Alles in allem eigentlich ganz unterhaltsam und wahrscheinlich der beste Teil bisher. Ein paar Ecken und Kanten mehr, ein wenig mehr Herausforderung (die müssen massivste Beschwerden nach Teil 2 erhalten haben!), und es wäre eigentlich ein bedingt empfehlenswertes Spiel.

[Reply]