Hugo III: Jungle of Doom!
für PC (DOS)

Mr Creosote:
Firma: Gray Design Associates
Jahr: 1993
Genre: Adventure
Thema: Sonstige Fantasy / Humor
Sprache: English
Lizenz: Shareware
Aufrufe: 637
Rezension von Mr Creosote (22.10.2021)
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Hugo und Penelope haben einfach kein Glück. Auf dem Heimweg von Europa stürzt ihr Flugzeug irgendwo im Dschungel des Amazonas ab. Hugos Herzensdame macht sich gleich mal unvorsichtig auf die Socken und wird prompt von einer giftigen Riesenspinne angefallen. Jetzt muss schnell ein Gegengift her.

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Nein, nicht noch eine Brücke!

Der Zeitdruck existiert allerdings nur in der verbalen Kommunikation des Spiel. Tatsächlich hat der Spieler alle Zeit der Welt. Jungle of Doom entfernt sich einen großen Schritt von seinen Vorgängern und gibt sich besonders nachsichtig und fair. Sterben kann man niemals, obwohl man unter anderem einem bösen Geist und einem offensichtlich durchgeknallten Schamanen (in einem ansonsten freundlich gesinnten Eingeborenendorf) begegnet, einem Elefanten (wohl aus dem Zoo ausgebrochen) einen ordentlichen Schrecken einjagt und ihn sogar noch verletzt, eine zweifelhafte Hängebrücke überqueren muss usw. Sackgassen sind ebenfalls rar geworden, wobei die noch auftretenden eventuell sogar gar keine Absicht, sondern Designversäumnis sind.

Die Rätsel sind leichtgewichtig und manchmal sogar mit großen Hinweisschildern versehen. Sonderlich originell sind sie weiterhin nicht, aber immerhin rutschen sie auch nicht völlig Absurde ab. Bis auf eine Ausnahme zumindest, wenn ein verstecktes Objekt an völlig unpassender Stelle ohne jeglichen Hinweis, dass dort überhaupt etwas sein könnte, durch scheinbar sinnlose Bewegungsmuster gefunden werden muss.

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Sieht ganz ok aus

Grafisch sind die Szenen deutlich verbessert (wenn auch etwas eintönig), was die Erkundung ganz angenehm gestaltet. Nur gibt es nicht sehr viel zu erkunden. Das Spiel hat etwa den Umfang des ersten Teils und ohne die Tode und andere erzwungene Neustarts ist es somit schnell gelöst.

Was im Wesentlichen das Dilemma von Jungle of Doom zeigt. Nach objektiven Maßstäben ist es gegenüber den Vorgängern rundum verbessert. Doch ohne die negativen Spitzen, die sonst die Aufmerksamkeit auf sich zogen, richtet sich jene schnell auf das äußerst einfallslose Spieldesign. Es ist harmlos, aber es fehlen auf der Habenseite zählbare Punkte. So ist dies der wahrscheinlich vergessenswerteste der drei Teile.

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