Zenith
für CD-i

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Mr Creosote:
Firma: Radarsoft / Philips Media
Jahr: 1997
Genre: Action
Thema: Abstrakt / Multiplayer
Sprache: English
Lizenz: Kommerziell
Aufrufe: 285
Rezension von Mr Creosote (16.07.2022)
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Zenith bezeichnet sich selbst aus „3D-Flipperspiel“. Das grenzt schon an Betrug am Kunden! Die Ähnlichkeiten mit Flippern muss man schon mit der Lupe suchen. Zugeben muss man jedoch, dass es schwierig einzuordnen ist in die üblichen Schemata. Für Experten mag ein Vergleich mit dem C64-Klassiker Bounder bereits alles sagen, doch wer erinnert sich schon daran? Jenseits irreführender Werbeversprechen zeigt Zenith, wie spaßig solche prinzipiell sehr simplen Arcade-Konzepte sein können.

Der Spieler steuert eine Metallkugel, die aus unbekannten Gründen vom Boden abprallt und so in unerklärliche Höhen hüpft. Auf Realismus kommt es natürlich nicht an. Ziel ist es, durch das gesamte, ausschließlich vertikal scrollende Level zu hüpfen. Mit Geschick und dem richtigen Timing meidet man Löcher im Boden oder anderweitig gefährlichen Untergrund. Idealerweise nimmt man dagegen die Bonusfelder mit.

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Das Leveldesign ist höchst dreidimensional. Hindernisse sind oftmals sehr hoch, so dass man ordentlichen Schwung aufbauen muss. Die wertvollsten Felder befinden sich dagegen meist in der Nähe eines Abgrunds oder in einer schwer zu erreichenden Kluft. Minutiöse Kontrolle über die Kugel ist somit von Nöten und der schöne Zoomeffekt kommt voll zum Tragen.

Bonusfelder bieten die üblichen Effekte von Extraleben und Schilden bis zur Veränderung der Spielphysik (geringe Gravitation, Flugfähigkeit…). Man hat den Einfallsreichtum hierbei sicher nicht verausgabt, aber immerhin wird so in den sechs Levels für ein bisschen Abwechslung gesorgt.

Primär prüft Zenith also Geschicklichkeit, im Besonderen die Hand-Auge-Koordination, ab. Trotzdem kommt man gut ohne allzu schnelle Reaktionen aus. Zwar gibt es ein Zeitlimit pro Level, aber dies ist relativ großzügig gewählt, so dass man durchaus auch mal mehrere Anläufe für ein Hindernis nehmen kann. Es geht vielmehr um Präzision als Sekundenbruchteile.

Das allein würde Zenith bereits empfehlenswert machen. Darüber hinaus ist es gut umgesetzt, konzentriert sich auf seinen Kern und ist somit motivierend. Der lockere erste Eindruck zieht einen herein, aber dann erweist es sich als ziemlich fordernd. Klar, kein Spiel für die Ewigkeit, aber ein schöner Zeitvertreib!

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