Herby
für C64

Mr Creosote:
Firma: Radarsoft
Jahr: 1984
Genre: Denkspiel
Thema: Abstrakt
Sprache: English
Lizenz: Kommerziell
Aufrufe: 19717
Rezension von Mr Creosote (25.06.2005)
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Herbie, der liebenswerte VW Käfer, dessen verrückte Abenteuer alle in den 60ern und 70ern verfolgen konnten, ist mir „Fully Loaded“ zurück auf der großen Leinwand. Habe ich zwar nicht gesehen, und das wird sich wohl auch kaum ändern, aber es wird wohl sowieso schlecht sein. Doch die Legende lebt weiter, egal wie schwach diese neue Version ist - es bleibt immer noch das Original.

Dieses Spiel steht in keinerlei Zusammenhang mit Herbie, dem Auto. Es dreht sich vielmehr um Herby (man beachte den Unterschied in der Schreibweise), ein undefinierbares Wesen, das aus einem riesigen, grinsenden Gesicht und zwei Beinen besteht. Aus unbekannten Gründen steckt Herby in einem Labyrinth fest, und er (es?) muss mit Hilfe des Spielers entkommen. Die Räume des Labyrinths sind mit Fallen versehen (elektrische Zäune und so), die bei Berührung an Herbys Lebensvorrat zehren.

Dann gibt es noch Auslöser für vorher unbekannte Ereignisse. Diese können gut oder schlecht sein: Teleportation in einen anderen Raum, Ausschalten des Lichts und so weiter. Herumliegende Schlüssel werden natürlich mitgenommen. Also insgesamt ziemlich typische Labyrinthkost, die sich in bekannten Bahnen bewegt.

Labyrinthspiele leben von ihrer Komplexität und der Originalität der Rätsel. Herby hat keines von beiden: Nach nur zwei Minuten steht der „Gelöst“-Prozentsatz bereits auf 20 - und das nur dadurch, größtenteils leere Räume zu durchqueren, die wenn es hoch kommt mal gerade mit ein oder zwei Barrieren aufwarten, deren An- und Ausschaltfrequenz das schnelle Durchschlüpfen einfach machen.

Die Grafik, die komplett in Gelb, Schwarz und Blau gehalten ist, wäre einem Denkspiel durchaus angemessen, aber andererseits kann sie auch nichts rausreißen. Zusammen mit dem etwas kryptischen und unintuitiven Spielverlauf ergibt sich ein Zeitdokument, das aber abgesehen von der rein in Nostalgie begründeter Neugier nichts zu bieten hat. Eigentlich genauso wie beim anderen Herbie, oder?

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