Ökolopoly
for PC (DOS)

oekolopoly_box.jpg
Mr Creosote:Popular Vote:
4/6
Alternate Titles: Ecopolicy , Ecolopoli
Company: Frederic Vester
Year: 1989
Genre: Strategy
Theme: Board / Based on Other Media / Educational / Politics
Language: Deutsch
Licence: Commercial
Views: 62356
Review by Mr Creosote (2006-06-05)
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Every time I think of this game, I have to giggle. Falling back into childhood mentally like this has a very good reason. When the game first came out, I was still quite young. One guy who went to school with me kept talking about this game, obviously very fond and proud of it. Later, it turned out his enthusiasm was caused by a simple reason: His father had forbidden him to play computer games in general, but he had made an exception for this one - Ökolopoly was the only game he was allowed to play, so he had to pretend it's cool. And now that I've written it down, I can be sure I'll never forget this amusing anecdote myself...

Ok, so how cool is the game really? Not very much. It's an educational game which is based on the board game of the same name (I've never played the board game, but the only person I've met who has tells me it's quite different). It was conceived by a Professor who is apparantely very proud of it as his whole life seems to revolve around it.

oeko05.png

Basically, the game is supposed to teach the player about the concept of controlled growth and the interconnections between politics, economy and ecology. Each turn, you distribute action points into fields like production and education to improve the overall situation of your country. There are also fields which can't be changed directly, like ecological damage for example. All these fields are interconnected in some way. Again, using the mentioned ones, an increased level of production will also increase the damage done to the ecology. It's the player's concern to learn how to use these interconnections for his own benefit while avoiding their disadvantages.

With just eight fields overall and the connections between them being shown on the 'board', this isn't too hard to achieve. After two turns, the concept has become crystal clear. It's still possible to lose the game, but that's just due to some very strict rules. As soon as one of the sliders goes too high or too low, the game is over - no matter whether it would have reached an acceptable level already in the very next turn again. So you have to take care of the long view as well as the immediate perspective. After each turn, the value of certain fields (like population) are fed back into the next round's action points.

oeko04.png
Whoops…

This hardly constitutes as a simulation of the real world, of course. For example, the player seems to be in the position of an 'elected dictator' as he can decide about everything by himself, but when he gets too unpopular ('politics' rating), he has lost. The economic model is way too simplified, too. The main problem for governments these days is that they can't directly influence the decisions of the industry - they can only hope to influence it indirectly through laws and regulations to encourage or discourage certain behaviour. This interesting complexity is ignored completely in the game in favour for for an apparantely completely state-driven model.

What's quite nice on the other hand is the amount of options to create different 'scenarios'. All interconnections can be edited, removed or added and initial values can be set to play a totally customized version of the game. A few pre-built ones (e.g. 'industrial' or 'developing' countries) are already there, too.

This enhances the otherwise slim gameplay significantly as the different ways of starting out each come with their own challenges. Without it, the game wouldn't be replayable at all. However, it can't hide the fact that basically, it's always the same thing. Although it is a nice abstract way to simulate a world, it's not nearly complex enough to provide a real challenge. This game teaches the valuable lesson that one problem can't be solved while disregarding the surrounding aspects, but that's all it does, and while I acknowledge it's probably meant for kids, this is even too slim for them...

Thanks for Johann67 for fixing the broken game files!

Comments (10) [Post comment]

hans-der-baer:

Ja, völlig richtig!

Hab' mal nach dem Nachfolger "Ecopolicy" recherchiert in der Hoffnung, es wäre eine Weiterentwicklung. Was aber an Screenshots etc. zu finden war, zeigt nur ein paar minimale grafische Veränderungen und die Anpassung an vor zehn Jahren aktuelle Betriebssysteme, beim Spiel selbst scheint alles gleichgeblieben zu sein.

Ca. 2008-2012 gab es einen ziemlich großen Schülerwettbewerb um Ecopolicy, hier ein Video dazu:
https://www.youtube.com/watch?v=yz2WQBWW1BA
Ich glaube, man sollte Ökolopoly gar nicht so sehr als Spiel betrachten, sondern vielmehr als nette Abwechslung für den Unterricht und (Schüler-)Motivator zur Allgemeinbildung. Unter diesem Gesichtspunkt ist die geringe Komplexität eher förderlich, damit die jungen Menschen nicht gleich daran scheitern. Was nicht heißen soll, dass eine in höherem Maß herausfordernde "Profi-Variante" bzw. ein paar weitere Level uninteressant wären.

Im Heranwachsendenalter fand ich es damals jedenfalls sehr fesselnd und ganz passend in einer Zeit, als Unterricht und Studium in weiten Teilen "oldschool" (im wahrsten Sinne des Wortes) und die Idee "Gamificaton" noch völlig unbekannt waren.

Heute wirkt es auf mich tatsächlich eher langweilig und ziemlich "durchschaubar". Sobald man das Grundprinzip verstanden hat, kann einem nicht mehr viel passieren. Hab' jetzt ein paar Dutzend Mal verschiedene Szenarien gespielt und in den Highscores sowohl Mr Creosote als auch den Spieleentwickler Frederic Vester weit hinter mir gelassen... - wer auch immer die Highscore-Tabellen in den Download geschrieben hat ;-)

LG
Hans

Mr Creosote:
Originally posted by hans-der-baer at 09:38 on January 9th, 2022:
Damit wird klar, was mich seinerzeit so an dieser Computersimulation faszinierte, nämlich die Automatisierung. Computer waren recht neu, zumindest im Heimbereich, und wenn man ein paar Pfeile angeklickt hat und daraufhin ein (mehr oder weniger) komplexes vernetztes System "selbstständig" zu arbeiten beginnt, das war schon was. Man musste nicht selbst an den Rädchen drehen und es galt zu hinterfragen, was da passiert und warum. Dabei sind insbesondere die langfristigen Auswirkungen interessant, welche oftmals nicht mehr rechtzeitig gestoppt werden können und ins Verderben führen.

Darin liegt für mich auch irgendwie die Krux dieses Dings. Die Grundidee ist ja gut. Den Computer einem die manuelle Arbeit abnehmen zu lassen, bin ich auch absolut für. Nur klebt diese Umsetzung zu sehr am Brettspiel. Dort ist die Komplexität der Einflussfaktoren und ihrer Verbindungen logischerweise praktisch begrenzt. Ein Computer könnte viel mehr simulieren. Das versucht das Spiel aber gar nicht, sondern bildet nur exakt das Vorbild nach.

hans-der-baer:

Dank dieser Website musste ich nicht mehrere hundert Euro bei ebay ausgeben, um in Nostalgie zu schwelgen und nach fast vierzig Jahren diese Simulation nochmal mit viel Genuss schmunzelnd zu spielen.

Der ausführliche Beitrag von Mr Creosote fasst Zweck und Ziel des Spieles sehr gut zusammen, dem ist eigentlich nix hinzuzufügen. Das 12-minütige Video gibt einen ersten Einblick in die verschiedenen Optionen und zeigt einen möglichen Spielablauf, den man sich besser nicht bis zum Ende anschaut. Der Spieler ist nämlich geübt und demonstriert recht genau, worauf zu achten ist - und das will man doch selbst herausfinden, indem man sich erst ein paarmal durch aufgebrachte Bürger außer Landes jagen lässt, oder?

Da ich das zugrunde liegende gleichnamige Brettspiel von 1980 nicht kenne, schaute ich mir dazu ein Video an:
https://www.youtube.com/watch?v=kvP_6H1T6Vs
Damit wird klar, was mich seinerzeit so an dieser Computersimulation faszinierte, nämlich die Automatisierung. Computer waren recht neu, zumindest im Heimbereich, und wenn man ein paar Pfeile angeklickt hat und daraufhin ein (mehr oder weniger) komplexes vernetztes System "selbstständig" zu arbeiten beginnt, das war schon was. Man musste nicht selbst an den Rädchen drehen und es galt zu hinterfragen, was da passiert und warum. Dabei sind insbesondere die langfristigen Auswirkungen interessant, welche oftmals nicht mehr rechtzeitig gestoppt werden können und ins Verderben führen.

Ausgerechnet die beiden aktuellen Zeitthemen "Corona" und "Klimawandel" haben dazu geführt, dass ich mich an das Spiel erinnerte. Das Virus scheint die Bevölkerung zu spalten (wenn auch in zwei Teile sehr unterschiedlicher Größe) und die Politiker auf der ganzen Welt haben keine Chance, alles richtig zu machen. Das Wetter spielt aufgrund der industriell bedingten Klimaerwärmung zwar schon seit Jahren verrückt, und auch wenn Forscher bereits vor zwei Dekaden (und früher) ausgemalt hatten, was uns "blühen" würde - damals wollte es keiner hören.

Ein bisschen spiegelt sich das bei Ökolopoly wider. Es vermittelt ein Gefühl dafür, wie sensibel politische und wirtschaftliche Systeme auf die verschiedenen Maßnahmen und Stellschrauben reagieren und wie leicht etwas "aus den Fugen" geraten kann.

Klar, die Komplexität ist "auf das Nötigste" reduziert und "realistisch" geht anders - aber um Jugendliche an die Zusammenhänge zwischen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft heranzuführen (und Erwachsene daran zu erinnern), war Ökolopoly damals ein geeignetes spielerisches Mittel. Ich hatte es in einem Seminar bei der Volkshochschule kennen gelernt, sogar damals gab es schon Gamification.

Später schreibe ich noch etwas zu technischen Belangen.

Schöne Grüße
Hans

spiel_suchti:
ich mag das spiel sehr danke !
smuepsilon:

Hallo,
ich habe dieses Spiel in meiner Kindheit oft gespielt. Leider finde ich es nicht mehr bis ich auf diese Seite gestoßen bin. Vielen Dank für die Arbeit !

goaty:
Just logged in to try the PC-based version of the game. We´re playing the board game right now...
MasterLee:

Das Spiel ist genau wie die Brettspiel Version. Der Vorteil der Computerversion liegt nur darin das man die Scheiben nicht selber drehen muss und selber nicht multiplizieren und addieren muss.
Und meiner Meinung nach gehört das Spiel eher unter Simulation als unter Management. Weil mehr simuliert wird als man überhaupt Managen kann außer die Ereignis-Karten die haben teilweise relativ heftigen Einfluss also auch ein bisschen Glücksspiel. Ähnlich stark wie Mario Partys tausche alle deine Sterne mit denn letzten Platz.
Das Einzige was bei der Brettspiel Version anders ist ist man kann zu mehren Spielen d.h. man stimmt ab was getan wird. Aber das könnte man an der PC Version auch bzw. das könnte man auch bei Schach tun.

Mr Creosote:
Quote:
Every time I think of this game, I have to giggle. Falling back into childhood mentally like this has a very good reason. When the game first came out, I was still quite young. One guy who went to school with me kept talking about this game, obviously very fond and proud of it. Later, it turned out his enthusiasm was caused by a simple reason: His father had forbidden him to play computer games in general, but he had made an exception for this one - Oekolopoly was the only game he was allowed to play, so he had to pretend it's cool. And now that I've written it down, I can be sure I'll never forget this amusing anecdote myself...

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