Dingsda
für Amiga (OCS/ECS)

Mr Creosote:
Firma: PCSL
Jahr: 1991
Genre: Denkspiel
Thema: Umsetzung eines anderen Mediums / Multiplayer / Quiz
Sprache: Deutsch
Lizenz: Kommerziell
Aufrufe: 18300
Rezension von Mr Creosote (10.02.2008)
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Dingsda war eine beliebte Quizsendung im deutschen Fernsehen etwa von der Mitte der 80er Jahre bis zum Ende des Jahrtausends (beliebt war es eigentlich sogar nur bis zur Mitte der 90er, aber danach lief es noch weitere fünf Jahre weiter). Die Grundidee: Zwei Teams von „Prominenten“ versuchten, Begriffe, die von Kindergartenkindern erklärt wurden, zu erraten.

Klappte das nicht nach der ersten (meist sehr kryptischen und anscheinend völlig aus dem Zusammenhang gerissenen) Erklärung, gab es eine weitere, und dann noch eine letzte, wobei die die Erklärungen jeweils immer klarer und verständlicher wurden. Bekannt und beliebt wurde die Sendung vor allem wegen den akustisch überblendeten und als Sprechblase auf dem Bildschirm eingeblendeten „Ups“, wenn ein Kind sich mal verplappert, und den gesuchten Begriff genannt hatte, sowie die „süßen“ naiven Erklärungen an sich.

Dieses Computerspiel ist genau das oben Beschriebene, nur dass die menschlichen Spieler vor dem Bildschirm die Rolle der Kandidaten übernehmen. Und die Kinder wurden durch Zombies und einen sprechenden Hund mit Fledermausflügeln an Stelle von Ohren ersetzt. Ernsthaft: Diese entmenschlichten Gesichter mit ihrer ungesunden Hautfarbe sind zum Fürchten!

Wie leicht man ein Spiel doch zu Grunde richten kann! Trotz der sehr beschränkten Anzahl der zu ratenden Wörter, hätte es ohne diese Gesichter mit ein paar Freunden zusammen durchaus Spaß machen können. Klar, manchmal ist es lächerlich streng, wenn es darum geht, exakt das gesuchte Wort in der selben Schreibweise einzutippen (gebräuchliche und naheliegende Synonyme werden nicht akzeptiert), aber was soll's?

Auf die Grafik kommt es an. Nur für diejenigen, die dass bisher nicht geglaubt haben. Das Spiel muss doch von irgendjemandem mal ausprobiert worden sein vor der Veröffentlichung. Was waren wohl die Kommentare dieser Tester? Gut genug? Nein, nicht gut genug! Vielleicht haben sie sich auch heimlich totgelacht über diese Gelegenheit, die Entwickler öffentlich bloßzustellen? Ja, das ist eher wahrscheinlich.

Kommentare (1) [Kommentar schreiben]

Herr M. (24.11.2018):

Wow, also in Aktion sind die "Kinder" ja nochmal schlimmer! Was da mit den Augen geschielt wird, Köpfe unnatürlich verrenkt werden und an spitzen Reisszähnen zum Vorschein kommt hat ja schon waschechte Alptaumqualität. Es gibt dezidierte Horrorspiele die mit nichtmal halb so grauenhaften Monstrositäten aufwarten können! Tja, man möchte fast sagen, dass da auch schon wieder ein ganz eigenes Talent dazu gehört die Gesichter so dermaßen zu verunstalten.

Ob diese Fratzen wohl auf echten Bildern basieren? Und falls ja: Haben die armen Kinder das mitansehen müssen? Denkt denn nie jemand an die Kinder? ;)

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