Shadow Caster
für PC (DOS)

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Mr Creosote:Besucherwertung:
5/6
Firma: Raven Software / Origin
Jahr: 1993
Genre: Rollenspiel, Action
Thema: Schwerter & Magie
Sprache: English
Lizenz: Kommerziell
Aufrufe: 21474
Rezension von Mr Creosote (01.07.2009)
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Eines Abends, draußen tobt gerade ein Sturm, wird Kirt von seinem Großvater enthüllt, dass er aus einer Rasse von Gestaltwandlern, die aus einer anderen Dimension geflohen sind, stammt - und es sein Schicksal ist, die Welt zu retten. Bevor er allerdings zu den Details kommen kann, erwacht ein Steingargoyle, der vorher nur die Fassade des Gebäudes verziert hat, zum Leben und schnappt sich den alten Mann. Da steht der verblüffte Kirt nun also... ganz allein.

Also der übliche funktionale Plot. Shadow Caster gestaltet sich als Rollenspiel mit deutlicher Betonung von Actionelementen. In dreidimensionaler (und frei beweglicher) Perspektive läuft man durch die fremde Welt, trifft auf Monster (die nur darauf warten, getötet zu werden), findet Objekte und versucht sich eben allgemein zurechtzufinden.

Der Clou: Man kann sich in verschiedene Wesen verwandeln. Abgesehen von der „normalen“ menschlichen Gestalt, die keine besonderen Stärken oder Schwächen hat, kann man zu einem katzenähnlichen Humanoiden werden. In dieser Form ist man Stärker, schneller und man kann besser sehen. Weitere Formen werden im Spielverlauf zugänglich, indem man magische Obelisken aufspürt und berührt.

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Span-Mensch - schmackhaft!

Jede Gestalt hat ihre Vor- und Nachteile. Beispielsweise kann man als Katze nicht schwimmen. Als Mensch schon, und der kann sogar ein wenig tauchen - aber wiederum nicht so gut, wie andere Gestalten. Und obwohl die menschliche Form eigentlich die am wenigsten praktische ist, muss man immer wieder zu ihr zurückkommen. Das liegt daran, dass die eigenen Gestaltwechselkräfte langsam schwinden, solange man nicht menschlich ist - und andersum füllen sie sich wieder, wenn Kirt einfach nur Kirt ist.

Shadow Caster hat zwar ein paar einfache Rätsel und indirekte Charakterentwicklung durch die verschiedenen Formen, die man annehmen kann, viele andere typische Rollenspielelemente, wie beispielsweise echte Charakterentwicklung bzgl. Fähigkeitswerden, Interaktion mit anderen Charakteren oder die Zusammenstellung einer Party, sucht man jedoch vergeblich. Ob man es nun als Rollen- oder eher als Actionspiel sieht: Ein spaßiger Zeitvertreib ist es allemal. Empfehlenswert, wenn man nicht gerade die absolute Spieltiefe sucht.

Kommentare (3) [Kommentar schreiben]

T-Pow (04.07.2009):

I expexted a roleplaying game when I bought it that days. And I hated it. But I played it later again without those expectations and was quite happy that I bought it.
Because when you see it as an action game, it is realy good.

Mr Creosote (01.07.2009):

The game never got you or didn't you get the game? ;)

Seriously, though: Your observation is correct, of course. This isn't much of a roleplaying game. Yet it is a nice Black Crypt sequel and I like the Anti Avatar / shapeshifting idea. In the end, it all depends on your expectations with which you try to get into the game.

Wandrell (01.07.2009):
Shadowcaster never got me. It may be from Origin, but I find it to be some kind of labyrinthical action game.
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