In the Dead of Night
für Amiga (OCS/ECS)

Mr Creosote:
Firma: Trecision
Jahr: 1994
Genre: Adventure
Thema: Krimi
Sprache: Italiano, English
Lizenz: Kommerziell
Aufrufe: 20834
Rezension von Mr Creosote (08.05.2003)
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Tom Scool, ein Ex-Privatdetektiv, der auch gegen entsprechende Bezahlung weniger ehrenhafte Aufträge annimmt, wird von Sam Svarowsky, einem verrufenen Sammler, angeheuert, eine kostbaren Edelstein für ihn zu besorgen. Dieser Stein befindet sich im Besitz der Schauspielerin Diana Stevens, die sich in ihrem abgeschnittenen Landhaus in den Bergen aufhält. Alle wichtigen Mitarbeiter ihres nächsten Films sind anwesend: die Drehbuchautorin, der Regisseur (der auch Dianas Ehemann ist), ein paar Schauspieler. Zusätzlich ist der Schriftsteller Eric Wells eingeladen, der den Thriller geschrieben hat, der die Vorlage für den Film liefern soll. Svarowsky kidnapped ihn, bevor er ankommt, so dass Tom seinen Platz im Haus einnehmen kann. Er soll die Safekombination herausfinden, und so an den Stein kommen. Doch es läuft nicht wie geplant. Kurz nach Toms Eintreffen wird Diana Stevens ermordet. Im Sturm letzter Nacht ist die einzige Verbindung zur Außenwelt abgerissen, was die Polizei zwar zeitweilig verhindern, aber auf Dauer nicht fernhalten wird. Nicht viel Zeit für Tom, den Stein in seine Hände zu bekommen, und unerkannt zu entkommen...

Klingt wie ein vielversprechender Ansatz. Besonders die kriminellen Motive des Protagonisten selbst. Er befindet sich in permanenter Gefahr, selbst als Betrüger entlarvt zu werden. Und seine Hauptaufgabe ist immer noch, den Stein zu finden, und nicht den Mörder.

Die Grafik des Spiels sieht eher unkonventionell aus. Die Orte werden aus den Augen des Protagonisten gezeigt, und es gibt so gut wie keine Animationen. Die handgezeichneten Räume und Gesichter sehen sehr gut aus, erfrischend anders als das, was man sonst meist in Computerspielen vorgesetzt bekommt.

Die Handhabung ist etwas sehr vereinfacht, es gibt nur sehr wenige Befehle. Das passt allerdings zu den Rätseln: Die meisten sind ziemlich durchschnittlich (um nicht zu sagen einfallslos) und simpel.

Das größte Problem von In the Dead of Night ist, dass die Story sich nicht so entwickelt wie erhofft. Es geht alles viel zu schnell, und somit ist auch das Spiel sehr schnell vorbei. Die Lösung des Mordfalls sowie der anderen Unterplots kommen wenig subtil zu einem. In einer Szene ist man noch ahnungslos, in der nächsten weiß man bereits alles. Die Designer hätten sich ihrer Sache ruhig etwas sicherer sein, und die Story etwas mehr ausschlachten können. Das, zusammen mit etwas mehr Qualität bei den Rätseln, hätten das Spiel zu mehr gemacht, als es so ist: ein etwas überdurchschnittliches Adventure.

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