Striker
für PC (DOS)

Johann67:
Firma: Derek Williams
Jahr: 1985
Genre: Action
Thema: Fliegen / Krieg
Sprache: English
Lizenz: Freeware
Aufrufe: 10842
Rezension von Johann67 (16.03.2010)
Avatar

Striker ist ein Spiel im gleichen Stil wie „Scramble“ auf dem Vectrex. Man steuert einen Hubschrauber über feindlichem Terrain und muss sich gegen so ziemlich alles von Geschütztürmen bis hin zu riesigen Fledermäusen verteidigen - und das nur mit Hilfe von Bomben und Kugeln. Darüber hinaus hat man nur eine beschränkte Menge Treibstoff und Nachschub bekommt man nur dadurch, unterwegs Raffinerien in die Luft zu jagen.

Die Grafik ist - an der Entstehungszeit gemessen - hervorragend und es gibt sogar zwei verschiedene Farbschemata zur Unterstützung verschiedener Grafikkarten. Es gibt vier Schwierigkeitsgrade. Als Anfänger trifft man nur selten auf fliegende Feinde, als Experte muss man sich dagegen durch tausende davon kämpfen. Die Gegner zielen ziemlich gut, so dass man nicht erwarten sollte, in der ersten Stunde weit zu kommen. Wirklich gut zu spielen erfordert einiges an Übung.

Es gibt eine Highscoreliste und diese wird auch gespeichert, wenn man das Spiel beendet. Manuell kann sie aber natürlich zurückgesetzt werden. Die Steuerung ist einfach und für jeden, der jemals ein älteres Spiel gespielt hat, intuitiv. Joysticks werden unterstützt. Der Sound ist ebenfalls für die Zeit sehr gut. Er kommt aus dem PC-Lautsprecher, aber immerhin gibt es Sounds für so ziemlich alles von Schüssen zu Explosionen. Natürlich gibt es heutzutage Spiele, die besser aussehen. Im Gesamtvergleich schneiden sie allerdings nicht unbedingt besser ab. Gerade bezüglich des Schwierigkeitsgrads schlägt dieses Spiel die meisten problemlos.

Ich empfehle das Spiel allen Hardcorespielern, die nicht vor einer Herausforderung zurückschrecken. Allerdings muss erwähnt werden, dass man, um das Spiel zu spielen, jeden halbwegs neuen PC stark verlangsamen muss. Auf meinem eigenen PC (P3 1GHz, 256 MB RAM) läuft es nicht. Nicht einmal, wenn ich ihn um 99% bremse. Stattdessen habe ich es mit einem DOS-Emulator gespielt (DOSBox funktioniert am besten). Das Spiel enthält eine Dokumentation, die die meisten Features deutlich besser erklärt, als ich es könnte.

Hier haben wir also einen offensichtlichen Beweis, dass Spiele nicht in 3D sein müssen, um Spaß zu machen. Dieser Test wäre jedoch nicht vollständig ohne ein großes „Dankeschön“ an Ardell, der das Spiel trotz vorheriger Löschung und anderweitiger Zerstörung der Daten wiederhergestellt hat. Ohne ihn könntet ihr dies nun nicht lesen. Ich gebe diesem Spiel eine verdiente Wertung von 5/6, vor Allem für seine exzellenten Features, die zu der Entstehungszeit noch sehr außergewöhnlich für PC-Spiele waren.

Übersetzt von Mr Creosote

Kommentare (0) [Kommentar schreiben]