Ports of Call
für Amiga (OCS/ECS)
Auch verfügbar für: PC (DOS)

Josh:
Firma: Klein & Ulrich
Jahr: 1987
Genre: Strategie
Thema: Geschäftswelt / Multiplayer / Schifffahrt / Logistik
Sprache: Deutsch, English, Français
Lizenz: Kommerziell
Aufrufe: 13243
Rezension von Josh (14.09.2011)
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Man schreibt das Jahr 1987... das Jahr eines Spieles von Sparks und Beethoven, alias Martin Ulrich und Rolf-Dieter Klein, welches schon nach nur kurzer Zeit Kultstatus erreicht hatte. Vorweg muß ich gestehen, daß ich das Spiel nicht völlig unbefangen bewerten kann, da auch ich mich dessen Bann nicht entziehen konnte.

Man kann sagen, Ports of Call ist eine Handels- und Wirtschaftssimulation aus der Anfangszeit dieser Art Simulation, die für ihre Zeit es verstanden hat, Ewigkeiten am Bildschirm zu fesseln. Das Spiel ist in deutscher, englischer und französischer Version erschienen und das Spielprinzip als solches ist durchaus überschaubar gehalten. Zunächst einmal muß man eine Firma gründen und sich ein halbwegs brauchbares Schiff (auf Kredit) kaufen. Mit diesem gilt es dann, solange Waren aller Art über die Weltmeere zu schippern, bis genügend Budget für ein besseres Schiff vorhanden ist. Ab dann wird Stück für Stück die eigene Flotte (hoffentlich) immer größer.

Beim „Shipbroker“ kann man zwischen 7 verschiedenen Schiffen und 3 verschiedenen Schiffstypen wählen. Genügend Geld natürlich vorausgesetzt. Hat man ein Schiff gekauft, dauert es ein paar Tage bis es im Heimathafen beladen werden kann. Auch sollte noch erwähnt werden, daß die Preise für die Schiffe stark schwanken. Es kann also durchaus sein, daß ein gutes Schiff am nächsten Tag um ein vielfaches billiger zu ergattern ist. Daher lohnt es sich, insbesondere wenn man gerade etwas klamm ist, öfters mal beim Schiffshändler vorbeizuschauen.

Ebenfalls nicht verschwiegen werden sollte, daß es eine Reihe von zusätzlichen Sequenzen im Spiel gibt. So muß man z.B. dann und wann Eisbergen oder einem entgegenkommenden Schiff ausweichen, oder sogar Leute aus Seenot retten. Nicht zu vergessen ist das teils doch recht schwierige Einlaufen in den Hafen, respektive dort sein Schiff wieder rausbugsieren. Meist geht es auch gegen ein geringes Entgelt, das man mittels Schlepper in und aus dem Hafen kommt. Aber wehe, die Lotsen streiken, dann ist zwangsweise Handarbeit angesagt.

Auch an Piraterie oder Schmuggel wurde in diesem Spiel gedacht. Piraten gibt's aber allenfalls an der afrikanischen Küste. Schmuggel wird einem zwischendurch angeboten. Das kann gut gehen und Geld einbringen - kann aber auch in die Hose gehen und viel Geld kosten. Geld kosten kann es auch wenn man das Büro vernachlässigt. Wer dort nicht regelmäßig einmal reinschaut (am besten alle 1-2 Wochen), wird damit leben müssen, das gewisse Leute einfach mal völlig schmerzbefreit tief in die Kasse greifen...

Je nach Route und Hafen gibt es verschiedene Angebote in den Häfen. Am meisten bringen Elektronik und Waffen. Je besser das Schiff ist (auch der Zustand spielt eine entscheidende Rolle!), desto größer werden die finanziellen Angebote.

Bei Terminfracht immer aufpassen. Denn auch wenn man es in 21 Tagen schafft - man hat mindestens noch 2, 3 Tage in denen die Ladung erstmal gelöscht wird! Also immer diese Zeit zu der Zeit, die das eigene Schiff benötigt, hinzu rechnen. Ansonsten fallen die Konventionalstrafen dementsprechend hoch aus.

Fazit: Ports of Call glänzt nicht gerade mit komplexen Zusammenhängen, kann aber vielleicht auch gerade dadurch bei vielen Usern Punkten. Nach einiger Zeit wird man raus haben wie man auf welcher Route und von welchem Hafen aus man relativ einfach zu viel Geld und hohem Status gelangt. Die Grafiken sind nicht unbedingt ausgefeilt, aber schön anzusehen. Der Sound ist ein bisschen schwach, zumal Ton allenfalls beim Fahrstuhl zum Schiffshändler, bei der Steuerung von Hand in den Hafen oder auf hoher See (um Gefahren aus dem Weg zu gehen) zu hören ist. Dennoch; es macht absolut Laune sich diese Simulation zu Gemüte zu führen. Stunden, oder gar nächtelanger Spielspaß ist garantiert. Ich weiß wovon ich rede... :-)

Kommentare (4) [Kommentar schreiben]

Uwe (27.07.2006):
Das Spiel gibt es noch immer und ist noch verbessert worden (ZB.3D HAFENEINFAHRT USW)weiteres auf der Homepage 27.07.2006
Jan (23.12.2004):
This is one excellent classic! :o)
Lachlan (24.02.2001):
THIS IS AN EXCELLENT GAME, one of my all time favorites.
Adhoc (24.02.2001):
Zitat:
'Ports of Call' is an early business simulation classic which especially on the Amiga found lots of fans. You're in control of a fleet of tramp ships which means that you don't actually buy and sell goods yourself but rather look for charters to deliver.

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