BC Racers
für Mega Drive (Mega-CD)

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Mr Creosote:
Firma: Core Design
Jahr: 1994
Genre: Action, Sport
Thema: Cartoon & Comic / Fahren / Humor / Multiplayer
Sprache: English
Lizenz: Kommerziell
Aufrufe: 830
Rezension von Mr Creosote (15.05.2021)
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Die beiden Chuck Rock-Spiele hatten einen gewissen Erfolg erzielt, also griff die Grundregel aller Jump'n'Run-Helden der frühen 90er Jahre (und nicht zu vergessen war ja auch der Spielfilm der Familie Feuerstein in Erwartung) und Core Design schusterte schnell einen „Fun Racer“ auf dieser Basis zusammen. Hatte darauf die Welt gewartet? Nicht direkt.

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Nachtrennen

Farbenfrohe Cartoongrafik heißen trotzdem alle Mutigen willkommen. Unterschiedlich gestaltete Strecken sorgen für optische Abwechslung (allerdings bleibt es bei der Optik). Ebenso sind die Fahrerduos klar unterscheidbar im Stil der Feuerstein-Karikaturen. Die prähistorischen Motorräder mit Beiwagen werden durch unsichtbare Dinosauriermotoren angetrieben, die zum Überhitzen neigen, und außerdem hält die Gesamtkonstruktion angesichts huckeliger Straßen nicht ewig.

Inspiriert von der Genrekonkurrenz erhalten die Beifahrer insofern eine Funktion, dass sie die Konkurrenten treten und schlagen können. Hier kommt der ungewöhnliche Zweispielermodus ins Spiel. Man arbeitet zusammen, indem einer fährt und der andere das Kämpfen übernimmt.

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Permanentes Treten

Allerdings ist die Rolle des zweiten Spielers ehrlich gesagt nicht langfristig unterhaltsam. Allein erkennt man innerhalb der ersten halben Stunde, dass der Mitstreiter verlustfrei ersetzt werden kann, indem man die entsprechenden Knopf des Gamepads einfach permanent gedrückt hält. Permanentes Treten und Hauen hat keinerlei Nachteile und andererseits ist gezieltes Kämpfen ohnehin unmöglich, da der Rückspiegel fehlt und man deshalb sowieso die anderen Fahrer nicht nahen sieht.

Mittlerweile mag man sich fragen: Warum der Fokus auf all solche Kleinigkeiten? BC Racers ist Alles in Allem ganz in Ordnung, aber auch völlig zum Vergessen. Es ist derart basisch gestaltet, dass man schon mit der Lupe nach Besonderheiten suchen muss. Das (relativ) beste Feature ist noch die recht fordernden Streckengestaltung auf höheren Schwierigkeitsgraden. Unter dem thematischen und grafischen Deckel spielt es sich alles genau wie all die anderen mittelmäßigen Mario Kart-Imitationen der Zeit und die eine Sache, die es anders zu machen versucht (Multiplayer), scheitert sowohl konzeptuell, also auch in der technischen Umsetzung.

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