Vroom
für PC (DOS)

Mr Creosote:
Firma: Lankhor
Jahr: 1994
Genre: Sport, Action
Thema: Fahren / Individualsportarten / Multiplayer
Sprache: Francais, English
Lizenz: Kommerziell
Aufrufe: 17469
Rezension von Mr Creosote (05.05.2002)
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So läuft es eben manchmal: Man bekommt erzählt, wie toll (oder zumindest gut) ein Spiel doch ist und dass man es doch unbedingt mal ausprobieren müsste. Das tut man und langweilt sich schon nach wenigen Minuten. Natürlich such man den Fehler bei sich selbst und fragt sich, ob man vielleicht den interessanten Teil noch nicht gefunden hat. Doch nichts geschieht! Es bleibt einfach langweilig. Denn das ist dieses Spiel: langweilig.

Vroom hat einen der lächerlichsten Namen für ein Spiel überhaupt. Es klingt, als ob ein Kleinkind mit seinen Plastikautos spielt und dazu entsprechend vor sich hin brummt! Aber was würde das schon machen, wenn das Spiel selbst diesem Cliché nicht gerecht würde? Es wäre egal. Aber Vroom ist leider genau, was der Name andeutet: kindisch und billig.

Autorennen hatte zwei große Beliebtheitswellen. Vroom hängt irgendwo im luftleeren Raum zwischen der ersten und zweiten. Nicht dass das an sich viel über die Qualität aussagt. Das Konzept ist sowieso immer das selbe: schneller sein als die Gegner. Die einzige weitere Unterteilung des Genres ist die nach Action und Simulation.

Wie die meisten Spiele gehört dieses zu ersterer Gruppe. Man fährt einfach, ohne sich groß Gedanken über Verschleiß, Benzin oder Motoreinstellungen zu machen. Ein paar Sachen davon gibt es allerdings doch. Man kann ein paar grundlegende Dinge wie die Reifenhärte verändern. Und man kann auch den Wagen zu Schrott fahren, wenn man allzu oft Crashs baut (zwei kleine Leisten im oberen Bildschirmabschnitt zeigen das an). Zumindest die Reifen können in den Boxen gewechselt werden.

Das war's dann aber auch schon. Zumindest im Arcademodus, den ich als einzigen zum Laufen gekriegt habe. „Arcade“ bezieht sich dabei auf den üblichen Spielmodus aus Spielhallen: man fährt gegen die Uhr, muss bestimmte Checkpunkte rechtzeitig erreichen. Die anderen Autos sind nur kleine Ablenkungen. Und wie in diesen Spielen üblich sieht man sie ohnehin nur für den Bruchteil einer Sekunde. Solange man auf der Strecke bleibt (in normalem Tempo) überholt man alle, wenn man mal in einen Baum kracht, ziehen ein paar wieder vorbei. Das ist das ganze Spiel.

Eines der bekanntesten ähnlichen Spiele ist sicherlich Lotus Esprit Turbo Challenge. Damit verglichen ist Vroom gar nicht mal so schlecht. Die Grafik ist annehmbar (und es läuft in vernünftiger Geschwindigkeit auf aktuellen Rechnern) und die Schwierigkeitsgrade sind gut ausgedacht: je einfacher man es einstellt, desto mehr Steuerungshilfe bekommt man (d.h. man fliegt nicht so leicht aus den Kurven). Anders als in Lotus mit seiner vollständig automatischen Steuerung kann man aber auch selbst fahren, wenn man will.

Aber das ist auch schon das einzige, was Vroom zumindest zu einem halbwegs erträglichen Spiel macht. Die Strecken sind langweilig, ihnen fehlt jegliche Kreativität, man erkennt noch nicht mal nach zwanzigmaligem Abfahren irgendwelche Eigenheiten ausmachen! Die anderen „Fahrer“ sind sowieso das sinnloseste. Wenn man sich wirklich für diese Action-Rennspiele begeistern kann, könnte Vroom die richtige Wahl sein. Ansonsten sollte man lieber einen großen Bogen darum machen!

Kommentare (1) [Kommentar schreiben]

haraldkng (05.05.2002):
ich suche das orginal von vroom,wo alle strecken befahrbar sind danke harald
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