Murder
für Amiga (OCS/ECS)

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Mr Creosote:Besucherwertung:
5/6
Firma: U.S. Gold
Jahr: 1990
Genre: Denkspiel, Adventure
Thema: Krimi
Sprache: English
Lizenz: Kommerziell
Aufrufe: 29635
Rezension von Mr Creosote (02.05.2003)
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Detektivadventures sind nicht gerade eines der am meinsten vorkommenden Genres, aber es gibt sie (gerade hier auf dieser Seite). Sie alle sind linear in ihrer Story und begrenzt in ihren Rätseln. Alle außer einem: Murder.

1941. Man ist Gast bei einer Party, als ein Mord geschieht. Da man Berufsdetektiv ist, liegt es in der eigenen Hand, das Verbrechen aufzuklären. Das schafft man durch die Befragung der anderen Gäste, des Personals und dem Gastgeber, das Finden der Tatwaffe, Suchen nach Fingerabdrücken und anderen Hinweisen. Wenn man denkt, den richtigen Verdächtigen gefunden zu haben, und glaubt zu wissen, wie er oder sie es getan hat, kann man diese Person offiziell beschuldigen. Damit endet das Spiel - erfolgreich, oder mit der öffentlichen Schande, versagt zu haben.

Die Spezialität von Murder ist, dass keine Partie sich wiederholt (die Anleitung spricht von 3 Millionen verschiedenen Fällen). Jedesmal, wenn man ein neues Spiel startet, bestimmt ein Zufallsgenerator, wie das Haus, in dem alles stattfindet, aufgebaut ist, wer der Mörder ist, welches Motiv es gibt und so weiter.

Das macht das Spiel natürlich besonders wiederspielbar, aber auf Kosten einer ausgearbeiteten Story. Die Begragung der Charaktere (die durch ein detailreiches System stattfindet, das es einem erlaubt, alle über andere Personen, Räume und Gegenstände, sowie über jegliche Kombinationen all dieses auszuquetschen) kann etwas langwierig werden, wenn die meisten Leute zu den meisten Themen einfach nichts zu sagen haben.

Für Spieler, denen Rätsel logischer Deduktion im Stile Sherlock Holmes' Spaß machen, aber keinen zusätzlichen Spannungskick brauchen, sind die schwierigeren Level besonders interessant, da sie dann auch endlich eine wirkliche Herausforderung bieten. Dort ist es mehr, als nur die Fingerabdrücke der nächstliegenden Waffe mit denen der herumlaufenden Personen zu vergleichen, sondern man muss jeweils den Wahrheitsgehalt aus den Aussagen herausfiltern. Wer das Brettspiel Cluedo kennt, wird in diesem Spiel vielleicht eine komplexere und weniger statische Version dieses Vorbilds sehen. Sicherlich einen Versuch wert!

Kommentare (1) [Kommentar schreiben]

Moebius (17.02.2015):
Hm... this looks peculiar.. reminds me terribly of the Movie game on Spectrum. Might as well review that soon, and i think you might also wanna add it to comparison list later ;)
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