WET: The Sexy Empire
für PC (Windows)

Linki05:Besucherwertung:
4/6
Firma: Interactive Strip
Jahr: 1998
Genre: Strategie
Thema: Geschäftswelt / Cartoon & Comic / Adult
Sprache: Deutsch
Lizenz: Kommerziell
Aufrufe: 8622
Rezension von Linki05 (12.12.2015)

Einmal wie Hugh Hefner leben… wäre doch für die meisten Männer mal ein Gedanke wert, oder? Nun, in diesem Spiel aus dem Jahr 1997 haben wir eine derartige virtuelle Möglichkeit. Dumm nur, dass wir gaaaaanz unten anfangen. Nämlich als vom FBI gejagter Bankräuber, der von seinen Kumpanen um seinen Anteil betrogen wurde. Wir verstecken uns in einem Kaff in der Wüste und treffen die hübsche Lula, die uns helfen will, wenn wir sie zur Heldin des Pornobusiness aufsteigen lassen (welches Mädchen mit 'ner Oberweite von 125 träumt nicht davon?!?).

Klingt ja für den Anfang nicht schlecht, oder? ;) Nun, das gesamte Spiel gliedert sich in 3 Teile. Im ersten Teil sind wir in dem Kaff in der Wüste und müssen unbedingt eine neue Identität bekommen, damit wir von der FBI-Fahndungsliste verschwinden. Als zweites müssen wir auch noch ausreichend Kapital ansammeln, um im zweiten Teil ein wenig Kohle zu haben. Hierfür können wir einige schöne Möglichkeiten nutzen:
a) Wir machen Fotos von Lula und verheirateten Männern und erpressen diese
b) Wir verprügeln die Barbesucher auf Toilette und rauben diese aus
c) Wir machen von Lula eine sexy Fotosession
d) Wir drehen mit Lula ein paar schöne Pornofilme
e) Wir lassen Lula in der Bar als Stripperin arbeiten
f) Wir schießen die pinkfarbenen Lümmelvögel ab

Das meiste Geld erhalten wir durch d und e. Die anderen Einnahmequellen sollen uns nur aus der Not heraushelfen, wenn das Geld mal knapp wird. Also rennen wir mal über die Straße und mieten uns in das Motel ein. Danach geht es zum Händler für Fotoapparate und Videokameras, wo wir uns erstmal eine Grundausrüstung für unsere Fotosession kaufen. Diese beinhaltet einen billigen Fotoapparat, Beleuchtung und ein paar Filme. Nun wieder ins Motel und mit Lula ein paar Fotos geschossen. Nach der ersten Fotosession bringen wir den Film wieder zur Entwicklung in den Kameraladen. Nach einigen Stunden soll der fertig sein. Genügend Zeit, um wieder mit einem Film Lula in anderer Position zu knipsen. Ist der Film fertig entwickelt, bringen wir ihn zur Agentur, um ihn zu Geld zu machen. Hierfür können wir eine Summe nehmen oder wöchentliche Lizenzzahlungen erhalten, welche mehr bringen.

Mehr oder weniger ist hiermit en gros schon alles beschrieben. Etwas Abwechslung bringen noch Lulas Forderungen nach einer zweiten weiblichen Darstellerin, welche wir in der Chickenfarm oder in der Bar mieten können, oder der Wunsch nach etwas Spielzeug, welches wir praktischerweise in dem Shop für Erotikartikel und Filme à la Orion kaufen können. Zudem haben wir ja auch noch die Möglichkeit Rocker zu engagieren oder aus Langeweile den Toilettennutzer zu verprügeln, um seine Uhr im Pfandhaus zu Geld zu machen.

Wenig Spieltiefe aber ganz lustiger Zeitvertreib bislang. Da wir nach relativ kurzer Zeit auch die Videokamera erwerben, entfällt schon mal das Filmeentwickeln und verkürzt daher die Wartezeit. Mit einigen Talern kaufen wir uns eine neue Identität in der Bar beim Hehler und ziehen in die große Stadt, um die zweite Spielwelt zu testen.

Teil 2 dreht sich nun darum, professionelle Pornofilme mit Hintergrund zu erstellen und zu vermarkten. Also etwas für Geist und Körper gleichermaßen. In der großen Stadt finden wir auch alles was wir benötigen. Als erstes geht’s aber zum Makler, um uns ein Castingbüro zu mieten. Ohne wird es schwer, Personal zu rekrutieren. Mehr sollte man am Anfang auch nicht machen, da das Geld sehr schnell weg ist.

Hat man das nötige Personal, kann man sich die fehlenden Räume mieten. Leider beginnt nun schon das Spiel dermaßen in seiner Attraktivitätskurve zu verblassen. Die ersten 1-2 Filme zu produzieren macht noch Spaß, man sucht sich eine Story aus, legt den „Einsatz“ der Darsteller fest und wie lange und zu wie vielen diese euhm… naja, paarweise oder zu dritt oder in Gruppen „ihrer Arbeit nachgehen“. Danach kommt der Film ins Studio und es beginnt der Dreh.

Eigentlich machen wir genau dasselbe wie im 1. Teil, nur mit mehr Personal, besserer Ausrüstung und größerem Ambiente. Das Spiel könnte jetzt eigentlich „richtig“ schön werden, wenn das engagierte Personal selbständig agieren würde. Leider wird alle 1-2 Stunden die Arbeit unterbrochen, weil irgendein Darsteller oder eine Darstellerin ein Problem hat. Der beste Weg ist hier den Darsteller aus der Besetzung zu nehmen und im Castingbüro dann wieder dem Film zuzuteilen. Es spielt auch keine Rolle wie gut der Darsteller ist. Irgendwie haben die immer ein Problem und man muss schnell in Studio das Problem beheben und kann da wieder mit dem was man gemacht hat von vorne beginnen. Total NERVIG!

Nachdem ich im Teil 1 mich gefragt hatte „wieso hast du das Spiel damals weggeworfen, ist doch lustig?“, fiel es mir in Teil 2 wieder ein. Diese Erkenntnis führte leider dazu, dass ich nach einigen selbstproduzierten Filmen das Spiel „erneut“ verworfen habe und leider nicht über Teil 3 berichten kann, werde und will. Dafür ist es zu sehr ein Qual, entweder den Darstellern Geld in den Arsch zu pumpen oder die Kanone ständig rauszuholen, um denen zu drohen, russisches Roulette zu spielen.

Positiv anzumerken sind die Grafiken, welche alle schön gezeichnet sind und ähnlich wie bei Biing! – Sex, Intrigen und Skalpelle im Comicstil gehalten sind. Soundtechnische gibt es nichts, was sich lohnt erwähnt zu werden… er funktioniert. Toll, oder?

Fazit: Nö überflüssig, öde – braucht man nicht und sollte es auch nicht gespielt haben, um eine Erfahrung reicher zu sein – wozu auch? Da gibt’s bessere Spiele.

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